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Architekturführung

Veranstaltungen > 2019
Programm 19.06.2019
11:00 Treffpunkt in Wesseling, Linie 16
12:00-14:00 Architekturführung durch die Kölner Museumslandschaft
14:45 CafeSur, Köln, Metzerstr. 39
      
16:00 Kunsträume Michael Horbach Stiftung
        Besuch der Aussstellung: "Glaube auf Cuba"
Anschließend Rückfahrt nach Wesseling.
                       

Erinnerung an einen sehr schönen Stadterlebnistag mit dem Kunstverein
Wesseling in Köln

Am 19. Juni d.J. erwartete uns eine völlig andere Art des Angebots unseres Wesselinger
Kunstvereins: Eine Kölner Architekturführung!


12 erwartungsfrohe Wesselinger fuhren am späten Vormittag dieses schönen sommerlichen
Mittwochs mit der Stadtbahn der Linie 16 fröhlich und entspannt nach Köln, U-
Bahnhaltestelle Dom.
Zum MAKK (Museum für angewandte Kunst Köln) an der Rechtschule nahe Appellhofplatz -
der 1. Station unserer Exkursion - war es von dort aus "nur ein Katzensprung".
Frau Barbara Schlei, eine junge versierte Dipl. Architektin der koeln.architektur.de begann
hier die spannende fußläufige Architekturführung zu den zeitgenössischen Museen nahe des
Doms.  
Wir erfuhren dass das MAKK einer der ersten Nachkriegsbauten mitten in den Trümmern
Kölns war und von dem bekannten Architekten Rudolf Schwarz entworfen wurde. Uns gefiel
die blockhafte Satteldach-Anlage aus roten Ziegelsteinen- ein fast fabrikähnlicher Bau-, aber
Konrad Adenauer mochte das Museum nicht und hätte es wohl am liebsten wieder
abgerissen.

Ursprünglich beherbergte das MAKK bis zu dessen Neubau das Wallraf-Richartz-Museum.

Weiter ging es auf kurzen Wegen zum Museum Ludwig am Heinrich-Böll-Platz, dann zum
WRM (
Wallraf -Richartz-Museum&Fondation Corboud), Obermarspforten und zum
Kolumba Museum, Kolumbastraße/Ecke Brückenstraße.
Dasdirekt auf der Domplatte und zum Rhein hin abgetrennt gelegene heutige Museum
Ludwig
wurde 1986 als Wallraf-Richartz und Ludwig-Museum eröffnet. Der imposante von
den Kölner ArchitektenBusmann und Haberer geschaffene mächtige Gebäudekomplex
umfasst das Museum und die Kölner Philharmonie. Auffallend ist die kleinteilige Gliederung
des schönen roten Backsteinbaus mit den gefälteten Zinkdächern, die im Volksmund auch
"Kölner Faltenrock" genannt werden.

Alles Wissenswerte erläuterte Frau Schlei vor allem im Freien vor den imposanten
Bauwerken; im MAKK und im Museum Ludwig  wurden wir zusätzlich auch kurz im
Eingangsbereich auf viel Interessantes und Wissenswertes der einzelnen
Aufgabenanforderungen an die Architekten undderen hervorragende Leistungen - z.B.im
MAKK im Erdgeschoss auf die  mächtige Holztreppe zu den Obergeschossen oder den großen
Ausstellungsraumhingewiesen.Hier waren wir
auch noch in dem stillen geräumigen
Innenhof, eine Oase der Kölner Innenstadt mit einem Brunnen und Engel von Ewald Mataré.

Auch auf die laufenden Schwierigkeiten des Museums Ludwigsz.B. bei der Bewältigung der
Beschickung der verschachtelten Ausstellungsräume machte die Architektin uns
aufmerksam.

Und beiihrem Vortrag über das Wallraf-Richartz-Museum, den wunderbaren kubischen Bau
des gelobten Architekten Oswald Matthias Ungers (2001 eröffnet zwischen Rathaus und St.
Alban), gerieten wir ins Staunen:
Jeder Stein der hinterlüfteten Fassade des sandfarbenen
Sichtmauerwerkswurde  
e i n z e l n   an der dahinter liegenden Wand an Eisenhaken
aufgehängt!

Hier steht übrigens ein Erweiterungsbau unterhalb des WRM  für die Auslagerung und
Unterbringung der Fondation Corboud bevor...........

Bei unserem vierten Halt, also im Museum Kolumba saßen wir sogar kurz gemeinsam
ehrfurchtsvoll in der alten Kapelle "
Madonna in den Trümmern" und konnten beim Ausgang
hinter deren Mauern gar im Feld der Grabungshalle zwölf Meter hohe Stahlstützen sehen,
die den umfassenden Neubau tragen. Ein wahres architektonisches Kunstwerk ist das
KOLUMBA, erbaut vom Schweizer Architekten PeterZumthor auf den Mauerresten der
spätgotischen Kirche St. Kolumba. Eingeweiht wurde es 2007, aber erst kürzlich konnte es
nach jahrelangen Sanierungsarbeiten vom Außen-Gerüst befreit werden: Durch ein neues
Verfahren wurde die Regendichtigkeit der empfindlichen wunderschönen lichtgrauen
Backstein-Sichtmauerwerk-Fassade optimiert.

Jeder von uns wusste natürlich verblasst ein wenig über die einzelnen Museen, aber wir
konnten enorm viel dazulernen über die architektonischen Besonderheiten der imposanten
Bauwerke oder so auch nebenbei erfahren, was im Moment baulich ringsum von Interesse
ist, z.B. so auch über die Neubauabsichten des
 Stadtmuseums auf der Domplatte an der
Stelle, wo heute noch das
alte Gebäude des Diözesanmuseum Kolumba steht.

Zur längeren Erholungspause und angenehmen Stärkung ging es vom Hauptbahnhof wieder
mit der 16 schnell zum Chlodwigplatz, wo im freundlichen
CafeSur in der Metzerstraße
bereits die telefonisch vorbestellten frisch  zubereiteten leckeren Speisen bei kühlen
Getränken und munteren Gesprächen neue Kräfte zum letzten Tagespunkt anspornten:

Die hellen schönen Kunsträume der Michael HorbachStiftungin der Wormser Straße 23! Hier
waren wir sehr beeindruckt von der derzeit laufenden umfangreichen Foto-Ausstellung über
Cuba.
Bewundernswert unterstützt Michael Horbach mit dieser Stiftung seit 20 Jahren
gesellschaftliche und kulturelle Objekte.

Ich danke dem ideenreichen Vorstand unseres Wesselinger Kunstvereins sehr herzlich für die
gelungene Organisation dieses wertvollen Erlebnistages.

Vielleicht lassen wir uns ein anderes Mal durch den Kölner Skulpturenpark führen?

Hella  Mock
09. Juli 2019
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