Kunstverein Wesseling


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Hella Wolter

Ausstellung > 2006

Hella Wolter


Große Ausstellung zum Frühlingsfest 2006, vom 8.5. - 26.5.2006 in der Scheunengalerie des Schwingeler Hofs, Schwingelerweg 44

Die Künstlerin Hella Wolter setzt sich in ihren Werken mit der klassischen Ölmalerei, insbesondere mit der Malkunst van Eycks auseinander. Eine wichtige Werkgruppe stellen ihre Rosenbilder dar, die bei flüchtiger Betrachtung an die alten Meister erinnern weniger das Motiv sondern vielmehr die Malweise lässt die Auseinandersetzung mit ihnen erahnen.

Das Wesentliche ihrer Technik liegt in dem Grundaufbau des Bildes: So modelliert sie auf einen mit allen Unebenheiten belassenen Kreidegrund durch Weißhöhungen und differenzierte Schattierungen einen "kompakten Kern". Es entsteht eine kontrastreiche Licht und Schatten Untermalung mit Tempera, über die eine Lasur aus Dammar, Leinöl und Pigment gelegt wird. Dieser mehrfach wiederholte Arbeitsprozess läßt nicht nur Plastizität und Tiefe entstehen, sondern auch eine einzigartige Brillanz der Farben, Licht und Schatten als Koeffizient jeder farbigen Erscheinung.

Ihre Rosenbilder sind Großformate, die oft aus zwei (Diptyhchon) oder drei (Triptychon) Teilen bestehen, welche Bestandteil der Gesamtkomposition sind. Das Grundmotiv, die getrocknete Rose, suggeriert dem Betrachter eine Vielfalt von Interpretationsmöglichkeiten. In der christlichen Ikonographie steht die Rose als Hinweis auf das Martyrium und die jungfräuliche Reinheit. Mit Blick auf die Bilder von Woher hat die christliche Symbolhaftigkeit wenig mit dem von ihr verwendeten Rosenmotiv zu tun. Die Künstlerin möchte vielmehr mit der Gleichsetzung der Rose als "Schönheitssymbol" brechen. Hella Wolter setzt dabei in ihren Rosenbildern bewußt das Gefühl von "konstruierter" Atmosphäre frei, die einhergeht mit einer morbiden Stimmung. Ihre Rosen finden ihre Darstellungsform zwischen dem Stilistischen und dem Abstrakten. So präsentiert sich die Werkgruppe als eine Art Bilderzyklus, der den Abstraktionsprozess sichtbar macht. In ihren frühen Bildern stellt sie die Rose als solches noch realistisch dar, wohingegen sie in ihren jüngsten Werken kaum noch an das Grundmotiv erinnern und immer mehr verfremdet werden. Sie erwecken das Gefühl einer abstrakten Erinnerung wie "Emotionen" die im Wasser umspült davon getragen werden.

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