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Ausstellung > 2009
Die Ausstellung "Soft touch" von Elizabeth Weckes
3. bis 24. Mai 2009
zum Frühlingsfest in der Scheunen-Galerie, Schwingeler Hof





Die Künstlerin Elizabeth Weckes zeigt eine Blumenpracht, die mehr als eine Augenlust ist. Eine Erregtheit scheint durch Ihre Arbeiten zu gehen. Die zyklische Existenz des vegetativen Lebens zeigt eine innere Dynamik.
Ihre Bilder sind Landschaften und zugleich eine Wanderung, sie weisen in die Ferne und bedrängen mit Nähe, der Horizont lockt den Blick hinein ins Bild, aber Details greifen den Betrachter dabei an. Der erste Eindruck erscheint verständlich, klar. Ein Horizont, eine Blume, ein Himmel. Das Terrain ist sicher und der Betrachter wandert durch das Bild.
Elizabeth Weckes` Bildsprache ist bewusst mehrdeutig gehalten, konzeptuell und nicht versehentlich entstanden oder aufgrund mangelnder Entscheidungskraft. Die figurative Malerei, für die sich Weckes bereits im Studium entschlossen hat, ist Programm und Konzept, wie auch ihre stets an die Natur angelehnte Malweise. Die Entscheidung für die Tafelbildmalerei mag erstaunlich sein vor dem Hintergrund der immer wieder formulierten These des Endes der Malerei.
Für Elizabeth Weckes sind sie wie ein Kriegsschauplatz:
Die Struktur Ihrer Bilder weist vielzählige Schichten auf, die von lasierend bis pastos aufgetragen werden. Schichten die weiter weg sind somit dünn aufgetragen und einzelnen Gegenstände sind plastisch herausgearbeitet. Dabei wird gezeichnet, gewischt, gesetzt, gekratzt. Farbe a la prima gesetzt. Der Duktus spontan, die Farbwahl expressiv intensiv. Alle Spuren auf der Leinwand zeigen persönlichen Einsatz, individuelle Energie, und zweifelhafte Kraft.
Falsches wird weggebeizt, Neues, Spontanes entsteht und wird zum Verbündeten.
Der Malakt bleibt frisch und impulsiv jedoch stets kontrolliert, gewollt.
Die Malerei hat somit in ihrem Prozess des Entstehens eine Bedingungslosigkeit, die in ihren Resultaten erkämpfte Schauplätze zeigt
Sie sind ein Leben: So entstehen inhaltlich wie formal Schichten von Farben und Themen.
Eine erste Bildidee fängt klein an zu wachsen und neue Impulse formen das Resultat, welches dann am Ende vielschichtig selbstbewusst steht.
Die Architekturen, sowie die Haltungen der Blumen erhalten eine Vermenschlichung, nicht zuletzt durch ihre Übergröße.
In allem Verderben entsteht allerdings ein neues Leben. Wie in der Natur unterliegen sie einem Kreislauf aus Leben und Tod und Leben.